Milch ist nicht immer gleich Milch. Franz Obereisenbuchner, Betreiber und Meister in der Alztaler Hofmolkerei, erfolgreicher Ökolandwirt, Bio-Heumilch-Erzeuger hatte eine Gruppe aus den Mitgliedern der Marktschwärmer „Bio am Bahnhof“ und weitere Interessierte zu einer Hofführung eingeladen. Der Franz gab einen Einblick in die Philosophie seines ganzheitlich ökologisch geführten Grünland-Betriebes und konnte viele Beispiele benennen, wo der berühmte Unterschied zu finden sei, angefangen bei der offenen Weidehaltung, der Gabe der Futtermittel – wie Heu- , der Stallhaltung, der Milchverarbeitung – ohne Homogenisierung – oder dass sein Yoghurt auch ein echter und auch nachprüfbarer Yoghurt sei. Dass sich die von ihm praktizierte Weidehaltung auch für das Klima rentierte, zeigten die Messungen der Humusneubildung, die durchaus und dank seiner Wiederkäuer vorbildlich seien. Natürlich hatte die Gruppe die Möglichkeit seinen neu eingerichteten Hofladen zu inspizieren. Die Besucher der Hofführung jedenfalls konnten sich überzeugen, dass die Erzeugnisse der Alztaler Hofmolkerei einzigartig und deshalb auch qualitativ konkurrenzlos sind.
Ostern steht vor der Türe und was g´sund´s soll ja auch auf den Tisch. Achtung: Bei „Bio am Bahnhof“ verteilen wir dieses Mal nicht am (Kar-)Freitag, sondern am Gründonnerstag von 18 Uhr bis 19 Uhr. Bestellungen deshalb auch nur bis Dienstag 24 Uhr. Schaut rein, es lohnt sich bestimmt oder vielleicht bestellt Ihr Euch Bio-Roggenmehl vom Bauer z`Edt, macht Euch selbst einen Sauerteig – aus Wasser und Roggenmehl – und backt Euch ohne Zusätze ein knuspriges Bio-Bauernbrot selbst. Ich hab´s – siehe Foto – probiert. Es fühlt sich super an und schmeckt sensationell.
Und es wird irgendwann doch wieder Frühling werden. Für alle Mitglieder unserer Gemeinschaft „Bio am Bahnhof“ hat diese Zeit schon begonnen, denn seit letzter Woche, Freitag, liefert Max Weindl von der Biogärtnerei der Ecksberger Werkstätten Salatpflanzerl, Feldsalat oder Gewürzstöckerl. Mit der Belieferung durch die Bio zertifizierte Gärtnerei ist das Angebot der Altöttinger Marktschwärmerei wieder ein bisschen grüner und attraktiver geworden und hat uns geholfen, mit den im gesunden Grün offensichtlich gespeicherten Kräften der Natur aus dem finsteren Winterloch herauszukommen.
Hier ein paar „laufende“ Bilder vom ersten Verteilertag der Altöttinger Marktschwärmerei „Bio am Bahnhof“, mit ausschließlich Erzeugnissen von regionalen „Bio-Lieferanten“. Fazit: Schöne Stimmung!
Seit Samstag haben die Mitglieder der Einkaufsgemeinschaft Marktschwärmer die Möglichkeit, Gemüse, Fleisch, Wurst, Eier, Butter, Milchprodukte, Honig von regional und ausschließlich biologisch arbeitenden Erzeugern bzw. Verarbeitern zu bestellen. Der erste Tag der Übergabe der bestellten Nahrungsmitteln ist am Freitag, 17. September, ab 17 Uhr in der Sommerhalle des Altöttinger Bahnhofs. Das derzeit angebotene Sortiment wird in den nächsten Tagen weiter mit Kartoffeln, mit Kaffee, mit Bioölen und mit Brot aus der Keimbackstube ergänzt.
Ökolandbau ist Klimaschutz. Klimaschutz ist eine moralische Schutzmaßnahme für die gesamte Menschheit. Ökolandbau heißt Humusaufbau, heißt der Kohlenstoff, also CO2 kommt in den Boden, heißt Bio-Diversivität sowohl unter der Erde als auch über der Erde, heißt Sicherung der regionalen Lieferketten und damit sichere Versorgung mit Lebensmitteln, heißt Wertschöpfung in der Region, heißt das Geld gelang direkt zum Landwirt, heißt Sicherung der Existenzgrundlage bäuerlicher Familienbetriebe. Ökolandbau ist also eine entscheidende Zukunftsfrage.
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